Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Mittwoch, 22.06.2022

Erneut haben wir sehr gut geschlafen. Das einzige Geräusch, das nachts zu hören war, war das Trommeln der Regentropfen auf das Autodach! Es hat, wie vorhergesagt, die ganze Nacht geregnet und regnet auch am Morgen weiter. Ich ziehe mich entsprechend an und mach mich auf die morgendliche Runde mit Finn. Wenige Meter von unserem Schlafplatz entfernt schaut mich ein Rentier ganz verdutzt an und denkt sich, was will der denn da? Wenig später kommen weitere Tiere aus seiner Herde und überqueren die Straße! Das gibt es eben nur in Norwegen. Zurück am Globi wird erstmal gemütlich gefrühstückt, ehe ich mich über den Reisebericht der letzten Tage mache. Christine geht währenddessen Duschen und ich plane die weitere Reise über Senja. Dort gibt es eine schöne Scenic Route, die man abfahren kann und außerdem viele herrliche Wanderungen. Ich speichere mir ein paar dieser Wanderungen auf Komoot und wir entscheiden dann kurzfristig vor Ort, welche der Wanderungen wir machen werden, da das Wetter die nächsten Tage wieder besser werden soll.

Als wir um 10.00 Uhr los fahren, regnet es Bindfäden. Der Altafjord, der von hohen Bergen umrahmt wird, wirkt mit den vielen tief hängenden Wolken ziemlich trostlos. Nachdem wir allerdings über das Kvaenangsfjell gefahren sind und den Lyngenfjord erreicht haben, kam die Sonne zum Vorschein und wir konnten uns an der herrlichen Landschaft um uns herum nicht satt sehen. Nach jeder Kurve eine neue Aussicht mit neuen schneebedeckten Bergen und einer schöner als der andere. Wie sich herausstellen sollte, ist die heutige Fahrt von Alta nach Senja eine der schönsten Fahrten, die wir je gemacht haben. Die E6 ist in diesem Bereich jedem dringend ans Herz zu legen! Für die mit 6 Stunden ausgelegte Route haben wir aufgrund der vielen Fotostopps und einer Kaffeepause 8 Stunden benötigt. Auf Senja angekommen, haben wir uns gleich auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz gemacht und auch Glück gehabt, da wir den letzten freien Platz an einer alten Straße nach Fjordgard bekommen haben. Wir stehen direkt an einem Fjord mit einem steilen Berg hinter uns und mit Blick Richtung Westen. Sollte es also heute Nacht keine Wolken in Richtung Westen geben, könnten wir die Mitternachtssonne sehen. 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 06.07.2022