Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Freitag, 17.09.2021:

Die Nacht war wie erwartet wieder sehr ruhig, aber auch sehr kalt - am Morgen hatten wir 1 Grad! Aber dafür haben wir einen blau-grauen Himmel und es kündigt sich ein schöner Tag an.

Nach dem Frühstück fahren wir noch einmal zum Voringsfossen und suchen den Zugang zum Wanderweg, um an den Fuß des Wasserfalls zu gelangen. Aufgrund eines Felssturzes ist allerdings der eigentliche Zugang wegen Bauarbeiten gesperrt, so dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist. Wir entschließen uns daher, zunächst nach Odda zu fahren und anschließend eine Wanderung zum Bondhusvatnet zu unternehmen.

Die Fahrt nach Odda gestaltet sich langwieriger als gedacht, da sich die schmale Straße am Fjord entlang schlängelt und man keine ordentliche Reisegeschwindigkeit aufnehmen kann. Darüber hinaus gibt es so viel zu sehen, dass man eh ständig anhalten möchte. Gegen mittags kommen wir trotzdem in Odda an und sind von dem Auftrieb in dem Industrieort regelrecht erschlagen. Die Parkplatzsuche gestaltet sich äußerst schwierig und so entscheiden wir uns nach einer kurzen Rundfahrt durch das kleine Örtlichen, dieses auf schnellstem Wege wieder zu verlassen. Kurz nach Odda finden wir einen Wanderparkplatz, auf dem ausdrücklich das Campen verboten ist. Wir machen dort aber nur eine Kaffeepause und daher sehen wir darin auch kein Problem.

Nachdem wir unseren Kaffee und die letzten süßen Teilchen verspeist haben, begeben wir uns auf den Weg in das Nachbartal, um die Wanderung beginnen zu können. Hierfür müssen wir einen 11.150 m langen Tunnel durchfahren, der unter dem gesamten Bergrücken hindurchführt! Auf der anderen Seite angekommen, finden wir nach wenigen Minuten den entsprechenden Startort für die Wanderung, parken ein und machen uns gemeinsam mit Finni auf den Weg zum Bondhusvatnet. Da wir herrlichstes Wetter haben, leuchtet bereits der Gletscherbach, an dem der Weg entlang führt, in verschiedenen türkisen Tönen! Am See angekommen sind wir von dem Ausblick regelrecht erschlagen und finden genau das Panorama vor, wie wir es erwartet haben. Leider sind wir dort nicht alleine, können aber trotzdem die erhofften Fotos schießen. Wir halten uns trotzdem nicht länger als nötig dort auf und machen und bald wieder auf den Rückweg, weil unsere Katzen heute bereits den ganzen Tag im Auto verbringen mussten. Geplant war, an einem schönen Stellplatz direkt am nahen Fjord die beiden Mäuse etwas vor den Van zu lassen. Leider finden wir trotz intensiver Suche kein passendes Plätzchen und sind schon fast am Verzweifeln, da mangels Internetempfang auch nicht nach Alternativen gesucht werden kann. Ich erinnere mich an einen Wanderparkplatz mit Gletscherblich auf den Buarbreen-Gletscher und gebe dieses Ziel ins Navi ein. Die Zufahrt führt über einen schlechten Schotterweg in ein Tal direkt unterhalb des Gletschers und mit jedem Meter Höhe wird es kälter. Als wir dort ankommen und mit unseren kurzen Hosen aussteigen, bläst uns erst mal ein kalten Gletscherwind um die Nase und wir müssen lange Klamotten anziehen. Das hält uns aber nicht davon ab, heute abend endlich mal wieder ein Lagerfeuer zu entzünden. Als es schon dunkel wurde, fährt auf einmal ein Van mit deutschem Kennzeichen auf den weitläufigen Platz und stellt sich genau neben uns. Zuerst dachten wir, was sind denn das für Leute? Alles ist frei und die stellen sich direkt vor bzw. neben uns. Die beiden steigen aus und waren uns von Anfang an sympathisch. Wenig später sitzen sie neben uns am Lagerfeuer und es wird ein kurzweiliger Abend, der erst um 24.00 Uhr endet, als unser Feuerholz leer ist. 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 19.09.2021