Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Sonntag, 25.06.2023

Nach einer sehr erholsamen Nacht mitten im Wald, fuhren wir nach einen kurzen Frühstück weiter Richtung Kroatien. Erstes Ziel war der Cerknisko Jezero, ein sog. Sicker-See, der nur im Winter exisitiert und in den Sommermonaten als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird. Wenig später endet auch die Offroad-Piste und wir fahren auf der Landstraße nach Kroatien. Hier ist sehr wenig Verkehr, so dass man die Fahrt herrlich genießen kann. In Jablan halten wir an einem sehr schönen und gepflegten Stellplatz an, genießen unser zweites Frühstück mit Bacon und Spiegeleiern und unterhalten uns mit einer Kroatin, die lange in Deutschland gelebt hat. Anschließend ging es weiter Richtung Zeljava Airbase, dem wohl bekanntesten Lost-Place Kroatiens. 

Die Flugzeugkaverne Zeljava beim nordbosnischen Bihac, war die größte in Europa. Sie wurde zwischen 1957 und 1970 gebaut und kostete das damalige Jugoslawien 6 Milliarden Dollar. Ihr könnt euch jetzt schon vorstellen, dass hier etwas wirklich besonderes gebaut wurde.1400 Soldaten, 80 Kampfflugzeuge und 110 Piloten hatten in der Airbase Platz. Außerdem sollte sie einen Atombomben-Angriff von der Größe einer Hiroshima Bombe, Stand halten.Sie wurde bis zum Ausbruch der Jugoslawienkriege genutzt. 1991 wurde die Zeljava Kaverne mit 56 Tonnen Sprengstoff unbrauchbar gemacht. Eine große Außenfläche ist auch aktuell noch vermint. Nach einer Studie vor einigen Jahren sind im inneren des Stützpunktes noch einige Giftstoffe und PCB festgestellt worden. 

 

Näheres zur Airbase gibt es hier: https://zeljava-lybi.com/Zeljava-index2_eng.html

 

An der Airbase angekommen waren wir vom Rummel dort etwas überrascht. Am alten Flugzeugwrack war mittlerweile eine Imbissbude vorhanden und auch an der Flugzeugkaverne direkt waren unzählige Motorradfahrer vor Ort. Wir haben daher nur ein paar Bilder gemacht und sind gleich weiter gefahren. 

 

Nach wenigen Minuten waren wir auch schon an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina und nach einer halben Stunde Wartezeit konnte wir endlich einreisen. Da wir heute lange unterwegs waren, wollten wir den nächstmöglichen Campingplatz ansteuern und haben uns in  Park4Night entsprechend das Kamp Klokot ausgesucht. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass wir die einzigen Gäste bei Hussein waren. Er hat direkt am River Klokot ein kleines eingezäuntes Gelände um sein Wohnhaus, das er Campern zur Verfügung stellt. Sein Motto lautet: no stress, just relax! Das Ganze gepaar mit viel Raki. Hier ist man Gast des Hauses und wir mit allem bestens versorgt. Der Abend verging wie im Flug und nacht etlichen Runden Raki war Finn plötzlich verschwunden! Wir haben ihn schon ertrunken im Fluss treiben sehen.... Aber zum Glück ist er nach langer Suche wieder aufgetaucht, als wenn nichts gewesen wäre. Er hat einfach eine kleine Abendrunde gedreht. Nach dem Schreck gab es noch Pivo und Raki und irgendwann fielen wir in unser Bett im Dachzelt und genossen die Ruhe am Fluss.

 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 27.08.2023