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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Griechenland - Peloponnes

14.08. bis 07.09.2009

Dieses Jahr geht unsere große Reise nach Griechenland auf den Peloponnes. Es ist das erste Mal, dass wir mit dem Womo nach Griechenland fahren. Heute am Freitag, den 14.08.09, frühstücken wir erst mal gemütlich, danach räumen wir noch die restlichen Kleinigkeiten in das Womo, um dann, man glaube es kaum, pünktlich gegen 11.30 Uhr loszufahren. Natürlich nicht ohne uns ausführlich von unseren 4 Miezekatzen zu verabschieden.  Mit auf großer Fahrt sind Micha, der „Chef" des Clans, Christine die Mama und die drei Kinder Lena, Yannick und Laura sowie unser Border Finn. 

 

 

14.08.09: Oberkotzau - Faggen (Tirol)
Die Fahrt geht über die A 93 Richtung München, danach nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir Abendessen wollen. Aber allein hier ist es schon lustig, als wir uns auf der Bundesstraße mitten in einer Kuhherde wieder finden, die gerade eingetrieben wurde. Nach diesem kleinen Zwischenstopp halten wir an der Sprungschanze, um zu kochen.  Während ich in der Küche schwitze, macht der Rest einen Spaziergang mit dem Hund und die Kleinen eine Fahrt auf der Sommer-Rodelbahn.

 

Gegen  19.00 Uhr fahren wir weiter, denn eigentlich heißt unser heutiges Etappenziel Samnaun, um billig zu tanken. Allerdings überkommt uns doch irgendwann die Müdigkeit und so endet unsere heutige Etappe in dem uns bis dahin nicht bekannten Ort Faggen zwischen Fern- und Reschenpass in Österreich um 22.45 Uhr. Leider war es hier nicht so einfach, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Als wir in ein ruhiges Wohngebiet fahren wollen, stehen wir plötzlich in einem Bauernhof, wo es eigentlich nicht mehr vorwärts geht, es sei denn, man würde auf dem schmalen Steig zu einer Wanderung aufbrechen. Also wieder den Rückwärtsgang rein und am Maisfeld entlang, umdrehen und wieder durch das Wohngebiet und vor dem Rathaus geparkt. Eigentlich ein schöner Parkplatz, bis wir mitten in der Nacht aufwachen, weil das Rathaus auch gleichzeitig die örtliche Feuerwehr ist und wie es der Teufel will, hat Faggen doch einen Einsatz, wir live dabei bis alle in ihren Autos sitzen und zwei Stunden später wieder zurückkommen. An richtigen Schlaf ist somit nicht mehr zu denken, so dass wir gegen 5.00 Uhr die Fahrt nach Samnaun aufnehmen.  

15.08.09: Faggen - Samnaun - Fano
Gegen 06.30 Uhr sind wir am Ziel, wir tanken für 0,77 € je Liter Diesel, und da wir Hunger haben, spazieren wir mit dem Hund durch das Dorf, um eine Bäckerei zu finden. Als wir fündig werden, marschiere ich auch gleich rein, allerdings vor der eigentlichen Öffnungszeit, aber der nette Schweizer verkauft mir auch Brötchen und unser Frühstück ist gesichert, allerdings wollen wir erst noch ein Stückchen fahren.

 

Gefrühstückt wird am Reschensee bei Sonnenschein und herrlichen Blick auf See und Berge.

Ach Urlaub ist schon was schönes.  Weiter geht die Fahrt durch Südtirol und bei Bozen auf die Autobahn (MAUT 26 EUR) Richtung Fano, wo wir auf einen Stellplatz direkt am Meer (7 € pro Nacht ohne Strom) wollen. Gegen 16.45 Uhr und drei weiteren ausführlichen Pausen kommen wir auch endlich an. Das Wetter ist herrlich, das Meer ist klar, der Strand besteht aus Kies,  allerdings ist der Stellplatz etwas überfüllt, aber für uns ist inmitten von vielen Italienern noch ein Plätzchen frei. Während Micha und ich noch die Sachen aus dem Womo räumen und uns häuslich einrichten, checken die Kinder den Strand, welcher als in Ordnung abgestempelt wird.
Wie es sich gehört, essen wir erst mal zu Abend, um dann die Ortschaft zu erkunden.  Auf den ersten Blick ist sie eine typische italienische Strandortschaft, wo hauptsächlich Einheimische Urlaub machen. Allerdings gibt es keinen ordentlichen Supermarkt in der Nähe, geschweige denn eine richtige Bäckerei. Hauptsache, das erste Eis schmeckt. Da wir müde sind, gehen wir auch relativ früh ins Bett.  Morgen haben wir schließlich einen schweren Tag am Strand vor uns.   

17.08.09: Fano - Ancona - Patras
Am Montag, 17.08.09, fahren wir auf den innerstädtischen Stellplatz von Fano in der Nähe des Hafens,  um zu entsorgen und Frischwasser aufzufüllen - alles kostenlos. Danach gehen wir noch im Supermarkt am Stadtrand einkaufen und dann weiter auf der SS16 immer am Meer entlang nach Ancona. Gegen 12.30 Uhr treffen wir am Hafen von Ancona ein und gehen auch gleich zu dem Fährterminal, um einzuchecken. Als wir das erfolgreich absolviert haben stellen wir unser Womo in Position und harren der Dinge, die noch kommen werden. 
Um 17.00 Uhr geht es dann auch auf die Fähre Europa Palace von Minoan Linesund damit auch auf große Fahrt Richtung Patras. Eines hierzu kann ich sagen, es ist rein Essenstechnisch schon sauteuer auf der Fähre, da nehm ich mir lieber was mit. 

18.08.09: Patras - Kastro
Heute am 18.08.09 ist es soweit, Ankunft in Patras  um 15.00 Uhr, vorher ist unser Border-Collie Finn noch der große Star an Bord. Als er mit Yannick auf dem Parkdeck Fußball spielt, dauert es nicht lange und es werden immer mehr Kinder, die plötzlich mitspielen.
Es kommt sogar soweit, dass ein begeisterter Papa die ganze Szene filmt, mit dem Spruch „ So einen Hund brauchen wir auch"! Wenn die wüssten, was der für eine Arbeit macht.....
Auf der Fähre haben wir auch eine total nette Familie kennen gelernt: Claudia, Christian, Helena und Theresa, die zufällig auf dem Peloponnes die gleiche Route fahren wollen, wie wir sie schon grob geplant haben. Und so kommt es,  dass wir vereinbaren, zunächst miteinander zu fahren. Allerdings musste Familie Hauser erstmal den Praktiker von Patras unsicher machen..... Wir fahren voraus und tanken erstmal, bevor es zu unserem ersten Ziel Kastro-Killini weitergeht. Als wir gegen 16 Uhr dort ankommen ist schon die Hölle auf dem Stellplatz los. Allerdings haben die Dummen ja meistens Glück und so stehen wir 5 Minuten später in erster Reihe mit Blick auf den Strand.
Herrlich  breiter Sandstrand, Sonnenschirme, Liegen, eine Kantina und auch Strandduschen sind vorhanden, was will man mehr.  Während die Kinder bereits im Wasser sind, Micha im Wind mit der Markise kämpft und ich mich mittlerweile bereits um die sozialen Kontakte kümmere, rumpelt Familie Hauser auch auf dem Stellplatz ein. Das Navi hat versagt und es hätte  auch länger als geplant im Praktiker gedauert. Tja, die griechische Sprache ist eben nicht jedem geläufig. Auch die Hausers haben Glück, es ist noch etwas Platz in der ersten Reihe und somit stehen wir alle nebeneinander und sind glücklich dabei. 
Nach dem Abendessen sitzen wir noch lange bei Wein zusammen und es ist schon nach 24.00 Uhr als wir in die Betten hüpfen.

19.08.09: Kastro
Der nächste Tag ist auch wunderbar. Erst einen schönen Strandspaziergang mit Finnilein und Brötchen holen im nahen Campingplatz Melissa und dann genießen wir den Tag am Strand.  Am Abend gehen wir auch am Campingplatz essen, und ich muss sagen, für Self-Service ist das ganze gar nicht schlecht. 

20.08.09: Kastro
Am 20.08.09 fährt Familie Hauser weiter und Italiener ergattern sich den Platz neben uns. Für uns bedeutet das: lange bleiben wir auch nicht mehr. Nicht, dass wir was gegen Italiener hätten, aber jeder Womo-Fahrer weiß, was es bedeutet, Italiener als Nachbarn zu haben! So wollen wir noch einen Tag am Strand genießen. Allerdings stört uns gegen 19.15 Uhr die Polizei unsere Idylle. Wir möchten doch bitte alle den Platz bis 20.00 Uhr räumen, da „No Camping"!  Na prima, wir wollten eben den Grill anschüren.  Der Platz leert sich relativ schnell (auch die Italiener verschwinden) und gegen 20.00 Uhr sind nur noch wir, der lebende Reiseführer (leider weiß ich Ihren Namen nicht, aber ein supersympatische Frau, die echt alles über den Peloponnes weiß) und ein Weltenbummler, der auch ganz abgeklärt stehen bleibt, mit dem Spruch „Die kommen heute nicht mehr zum kontrollieren, da um 20.00 Uhr Schichtwechsel bei der Polizei ist." Also sind auch wir mutig und bleiben die Nacht noch stehen, morgen wollen wir eh weiter. Der weitere Abend und die Nacht verlaufen auch ruhig. 

21.08.09: Kastro - Olympia - Zacharo - Gialova
Am 21.08.09 geht es frühmorgens weiter. Nicht nur das heute Michas runder Geburtstag ansteht, nein, auch die Besichtigung von Olympia. Allerdings sind wir als wir um 10.30 Uhr in Olympia ankommen, doch ziemlich spät dran, wie man an der Schlange vor dem Kassenhaus sehen kann. Außerdem sticht der Planet bereits unerbittlich. 

Das Beste an der ganzen Besichtigung waren die Gesichter unserer Mädels: total genervt! Tja, so ist das halt bei Kultur...., Yannick hat es gefallen, er ist im Stadion gleich mal die 100 Meter gelaufen.

Allerdings muss ich sagen, nochmals muss ich mir das ganze auch nicht mehr geben, war nicht schlecht aber auch nicht der Burner.....Nach Kultur gehen wir in das kleine Städtchen und sehen uns um. Yannick wird auch fündig und kauft sich sein ersehntes Panatinaikos-Trikot und ich mir auch gleich noch eine Sonnenbrille. Danach trinken wir noch gemütlich einen Frappe. Als die Kinder noch ein Eis möchten, bekomme ich bei dem Betrag fast einen schock! Für drei Eisportionen löhne ich mal eben 10 EURO. Na ja wir sind ja in Olympia und ich muss sagen, das Eis war schon lecker.... Danach geht es weiter Richtung Pilos, unserem heutigen Ziel. Vorher machen wir aber  noch einen Abstecher in Zacharo, einmal um am Lake Kaifas die Wasserschildkröten zu sehen und um noch mal in die Fluten zu stürzen. Wasserschildkröten haben wir leider keine gesehen, dafür war der Strand umso schöner, direkt an den Dünen geparkt und rein in das Wasser, den Platz kann man sich merken für das nächste Mal.

Gegen 17.00 Uhr kommen wir in der Bucht von Navarino am Campingplatz Erodios (5 Personen 38,50 €/Nacht einschl. Strom) an und Christian hat uns bereits einen Platz in zweiter Reihe am Strand reserviert - was will man mehr. Heute feiern wir noch Geburtstag, es wird gegrillt und wir sitzen - wie immer mit den beiden - bis 1.30 Uhr früh zusammen, lachen und trinken guten Wein. 

22. und 23.08.09: Camping Erodios
Der Campingplatz ist relativ übersichtlich, hat allerdings sehr kleine Parzellen, so dass man mit einem normalen Womo gerade mal seine Markise ausfahren kann. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, der Supermarkt gut sortiert. Man bekommt eigentlich alles, was man braucht. Der Strand hat uns nicht so gut gefallen, da das Wasser sehr ruhig und somit sehr warm war. Irgendwie waren wir froh, dass es bald weiter geht. Auf die Campingplätze sind wir eh nur wegen der Kinder (Nintendo, PSP, Internet etc.). Wenn es nach uns Eltern geht, bräuchten wir das nicht. 

24.08.09: Gialova - Ochsenbauchbucht - Pilos
Heute geht unsere Reise weiter. Die Hausers verabschieden sich in Richtung Gythio, um sich dort mit Urlaubsbekannten zum Surfen zu treffen und wir fahren erst mal zur viel gepriesenen Ochsenbauchbucht, um auch mal dort  gewesen zu sein. Die Anfahrt ist mittlerweile geteert, so dass auch der ganze Parkplatz (mit ausdrücklichen Camping-verboten-Schilder) sehr voll war. Das Wasser ist dort herrlich und der Blick von oben unwiderstehlich.
Leider war der Strand ziemlich überlaufen und auch dreckig, wie fast überall in Griechenland, wenn es schon mal was Schönes gibt. Ich weiß nicht, haben die kein Umweltverständnis? Und auch hier - wie immer - viele kleine Italiener, die so laut sind, als ob es nur sie auf der Welt gibt.

So verbringen wir fast den ganzen Tag mit Baden und Sonnen und nachdem wir irgendwann keine Lust mehr auf Wasser und Strand haben, fahren wir am späten Nachmittag weiter nach Pilos und parken dort direkt im Hafen in erster Reihe am Wasser.  Ein schöner Platz für eine Nacht. Wir laufen etwas durch den Ort und erkunden den örtlichen Supermarkt. Dann wird Lena fast vom Auto überfahren und Laura verliert beim Rettungsversuch ihr Handy und wie soll es anders sein, natürlich ist das Display vom Touch-Screen-Handy gebrochen. Mal sehen, ob man es in Kalamata reparieren kann oder ob es bis Deutschland warten muss. Wir setzen uns in gemütliche Sitzgruppen auf der Platja, lassen uns den besten Frappe auf dem Peloponnes schmecken (für 1,50 € das Stück) und beobachten das Treiben auf dem Platz.

Interessanterweise geht es hier erst gegen 22.00 Uhr so richtig los und auch die kleinsten Kinder sind mittendring statt nur dabei. Später geht es zum Schlafen ins Womo. Zwar war es in der ersten Nachthälfte etwas laut, weil die örtlichen Teenies ihre Roller im Hafen testen mussten, aber nach 24.00 Uhr konnten wir herrlich schlafen. Wäre wir gleich - wie es uns vorher empfohlen wurde - in den nahen Fischereihafen gefahren, hätten wir eine absolut ruhige Nacht verlebt. Aber wer zu faul zum umparken ist, braucht sich nicht beschweren. 

25.08.09: Pylos - Methoni - Kalamata
Am 25.08.09 fahren wir frühmorgens vor dem Frühstück nach Methoni, um uns die dortige Festung anzusehen. In Methoni angekommen haben wir am Strand auf einer vorhandenen Sitzgruppe neben einem Kinderspielplatz gefrühstückt, ehe die Besichtigung der riesigen Anlage in Angriff genommen wurde. Ich muss sagen, wir waren alle sehr begeistert. Wir konnten überall rumklettern und alles erkunden. Dieser Ort ist auch für Kinder sehr zu empfehlen.

Allerdings könnte man aus der Festung noch mehr machen, wenn man Eintritt verlangen würde. So ist die Besichtigung kostenlos und es werden scheinbar nur kleine Restaurierungen vorgenommen. Nach Kultur wollten wir den nächsten Angriff in Richtung Shoppen machen und somit ging es nach Kalamata. Irgendjemand meinte, es wäre - zumindest auf den zweiten Blick - eine schöne Stadt. Nun ja, wir konnten es nicht entdecken. Ich fand mich an den früheren Ostblock mit seinen Plattenbauten erinnert. Nach kurzem Strandaufenthalt, der durch ein Gewitter beendet wurde, ging es ins Womo, um sich fürs shoppen entsprechend zu stylen.

Allerdings waren wir rein Shoppingtechnisch nicht besonders erfolgreich, nur Laura fand ein Oberteil. Das Handy konnte nicht repariert werden.  Während die Frauenfraktion der Familie zum shoppen unterwegs war, habe ich mir auf einem zentralen Platz in einem schönen Cafe mal wieder einen Frappe gegönnt und das Treiben der Großstadt beobachtet. Da das Shoppen hungrig macht, haben wir eine Gyros-Bude gesucht und in Strandnähe auch gefunden. Wenigstens das Gyros mit Pitta hat uns in Kalamata nicht enttäuscht. Da wir mitten an der Strandpromenade geparkt hatten, und abends scheinbar ganz Kalamata am Strand entlang fährt, war es dort zu laut, um entspannt zu schlafen. Also suchten wir das Weite, da wir am nächsten Morgen zeitig Richtung Gythio aufbrechen wollen. Am Ortsende fanden wir einen großen Parkplatz, der uns ruhig erschien. Dort stellten wir auch unsere Ferienwohnung ab, um zu schlafen.  

26.09.09: Kalamata - Sparti - Gythio (Paralia Glifadas)
Es war auch relativ ruhig, bis die gegen 4.30 Uhr die Marktstände aufgebaut wurden! Wir hatten wieder mal „Glück" und standen auf dem Zentralmarkt! Da wir eh früh weiter wollten, haben dann gegen 5.00 Uhr Kalamata in Richtung Gythio über das Taygetos-Gebirge verlassen.  So konnten wir noch in der Dunkelheit durch die Berge fahren ohne uns das Gejammere der Kinder wegen der Serpentinen anhören zu müssen, also eine entspannte Fahrt. Leider haben wir so aber die herrlichen Aussichten im Hochgebirge verpasst, aber man kann ja nicht alles haben. Gegen 6.30 Uhr kaufen wir in Sparta frisches Brot und kommen gegen 7.30 Uhr an dem wunderschönen Strand Paralia Glifadas (mit dem Wrack) an, wo wir auch gleich einen schönen Stellplatz für uns entdecken.

 Dort stehen gerade mal 4 Wohnmobile und das beste daran: es ist kein Italiener darunter! Wir parken, gehen an den strand und frühstücken danach gemütlich. Es liegen nun drei Tage faulenzen vor uns, bis wir auf den Meltemi Beach Campingplatz einchecken, um Christines Geburtstag gemütlich mit Strom und Duschen und um uns dort wieder mit unseren neuen Bekannten, den Hausers, zu treffen.

27.09.09: Paralia Glifadas
Am wunderschönen Strand wird von früh bis spät gebadet, geschnorchelt, Ball gespielt etc.


28.09.09: Paralia Glifadas - Gythio (CP Meltemi Beach)
Wenn wir nicht dringendst entsorgen müssten und Frischwasser bräuchten, würden wir glatt noch den einen oder anderen Tag an diesem Traumstrand ranhängen, aber Ver- und Entsorgung ist hier leider nicht möglich und auch Strandduschen sind keine vorhanden. So wird noch ausgiebig gefrühstückt und nach zwei ungestörten Tagen am Strand geht es wieder in die Zivilisation auf den CP Meltemi Beach, auf dem die Hausers bereits auf uns warten. Auf dem CP stehen wir wieder sehr nahe am Strand und zwei Womos neben unseren Bekannten.

Der CP kostet uns nur 32 €/Nacht einschl. Strom. Dies ist im Verhältnis zu unserem vorherigen Aufenthalt auf dem CP Erodios sehr günstig, da es hier Wasser am Stellplatz gibt, die Stellplätze überdacht und auch relativ geräumig sind. Vergleichbar mit unserem riesigen Stellplatz auf dem CP Playa Bara (Spanien) ist auf dem Peloponnes sicherlich keiner, aber wir sind mit dem hier schon sehr zufrieden. Auch hier sind die Duschen sehr sauber, es gibt einen Pool, Beach-Bar, Supermarkt und - für die Kids sehr wichtig - einen kostenlosen W-LAN-Zugang zum Internet, der leider nicht ständig funktioniert. Alles in allem, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir richten uns häuslich ein, und ab geht es an den Strand.  Am Abend sitzen wir wieder mal mit den Hausers und ihren anderen Bekannten noch lange zusammen. Es wird viel gelacht, bis uns die CP-Aufsicht ermahnt, leiser zu sein. Bis wir alle ins Bett fallen, wird es wieder sehr spät.

29.09.09: CP Meltemi Beach
Das übliche CP-Leben hält Einzug. Die Kinder haben eine Katzenmama mit ihren drei Jungen entdeckt und somit einen neuen Anziehungspunkt gefunden.
Wir haben ihnen aber sofort klar gemacht, dass wir keines der kleinen Kätzchen mitnehmen können, da wir bereits 4 Katzen und einen Hund haben. Wir mieten uns für 20 € einen Roller, um abends einen Ausflug nach Gythio zu unternehmen und ich erkunde nachmittags abwechselnd mit den Kids die Umgebung bis nach Skoutari.
Weiter in die Mani schaffe ich es nicht mehr, sonst komme ich abends zu spät zurück. Die Mani werden wir wohl bei unserem nächsten Besuch erkunden. Am Abend spiele ich dann Chauffeur und fahre alle Familienmitglieder nacheinander nach Gythio.
Dort wird schön gebummelt und die Stadt erkundet, ehe wir auf der dortigen Platja wieder mal lecker Gyros, Tsatsiki, Souflaki usw. zu uns nehmen. Wir bezahlen nicht mal 25 € und sind gestopft voll. Einen derartigen Preis für 5 Personen einschl. Getränken hatten wir noch nie auf dem Peloponnes. Spät abends treten wir wieder die Rückfahrt auf dem Roller an und wir alle haben einen Riesenspaß. Anschließend sitzen wir wieder mit unseren Bekannten zusammen und genießen den guten griechischen Wein. Es wird wieder sehr spät und die Aufsicht schaut mal wieder bei uns vorbei. 

30.09.09: CP Meltemi Beach
Heute ist Christines Geburtstag und der Tag vergeht wie im Flug.

Abends gehen wir mit unseren Bekannten zu Takis Taverne am Strand in der Nähe unseren CP. Dort kann man sich das Essen noch in der Küche aussuchen.

Und wir werden dort nicht enttäuscht. Nach leckeren Vorspeisen (Saganaki, Tsatsiki und griechischem Salat) werden wir in die Küche gebeten und habe dort eine Riesenauswahl. Man weiß eigentlich gar nicht, was man nehmen soll. Wir entscheiden uns aber für Schweinefleisch in Metaxa und Lamm, die Kinder nehmen Nudelauflauf. Alles war sehr lecker und wir bezahlen nach mehreren Kannen Wein und einem Ouzo aufs Haus gerade mal 50 €. Was will man mehr? In Deutschland wäre man locker fast das Doppelte dafür los. Anschließend geht's zurück auf den CP und es kommt, was kommen muss: es wird wieder länger und der Nachwächter macht seine tägliche Runde bei uns! 

31.08.09: Gythio - Nafplio
Nach dem langen letzten Abend gestaltet sich die heutige Abreise doch etwas langwieriger als geplant. Christian kommt nicht so recht auf touren und auch Christine plagen Kopfschmerzen. Ob der Retsina von Takis ein bisschen viel war???? Auf jeden Fall fahren wir nun zusammen mit den Hausers weiter. Sie haben ihre letzten Tage, da ihre Fähre am 02.09. geht und wollen noch nach Nafplio und Epidaurus. Die gleichen Ziele haben wir uns vorab auch schon ausgesucht und so geht's gemeinsam nach Nafplio. Nach Verabschiedung von unseren anderen neuen Bekannten und den Katzenkindern geht's gegen Mittag weiter nach Nafplio. Die Fahrt geht über Sparti und die Berge nach Tripoli und dann weiter nach Nafplio. Dort fahren wir zunächst zum Hausstrand Nafplios namens „Karathona". Es handelt sich hier um einen ca. 2 km langen Sandstrand mit einer Unmenge an Parkplätzen unter Eukalyptusbäumen.

Für Schatten wäre also gesorgt. Dort angekommen, wird der Strand inspiziert und für gut empfunden. Duschen und Toiletten sind in einer am Strand gelegenen Kantina vorhanden und können ohne Probleme genutzt werden. Allerdings ist der Stellplatz ziemlich vermüllt, so dass ein längerer Aufenthalt für uns nicht in Frage kommt. Ehe wir uns in die Fluten stürzen können, beginnt es leicht zu regnen und wir entschließen uns, nach Nafplio zu fahren und dort im Hafen zu parken. Nachdem wir uns entschieden haben, die Altstadt zu erkunden, beginnt es plötzlich wie aus Eimern zu schütten.

Wir stürzen also in ein Cafe am Hafen und möchten einen Frappe trinken. Als wir allerdings die Preise sehen, wird uns fast schwindlig. 4 € für einen Frappe ist ganz schön happig. Aber was soll's, man muss halt das Ambiente mit bezahlen. Wir genießen also den Frappe und nach einer halben Stunde hört es auch schon auf zu regnen und wir entschließen uns, die Stadt getrennt zu erkunden.

Die Mädels möchten mal wieder shoppen und wir schlendern durch die malerischen Gässchen, die uns sehr an Kroatien erinnern, direkt auf die Festung Palamidi zu, die über der Stadt thront. Kurz entschlossen entscheiden wir uns, die 999 Treppen zur Festung hoch zu steigen und wenig später haben wir einen herrlichen Ausblick über Nafplio.

Leider hat die Festung bereits geschlossen und eine Besichtigung ist nicht mehr möglich, aber der Ausblick entschädigt für die Mühen. Nach dem Abstieg treffen wir uns wieder mit unseren Mädels am Womo und gehen Essen.

Dieses Mal können wir uns nicht so recht entschließen, was es sein soll, und so landen wir in einem super Fast-Food-Lokal namens „Trendy". Hier gab es neben den typischen Pommes und Burgern auch riesige Crepes. Hier wurde zugeschlagen und man ging mit vollen Bäuchen schlafen, da die geplante zweite Shoppingtour mangels Öffnung der Geschäfte entfallen musste. Merke: in jeder Ortschaft gelten andere Öffnungszeiten!  

01.09.09: Nafplio - Epidaurus - Metamorfosi
Nach einer ruhigen Nacht im Hafen von Nafplio werden in einer Bäckerei, die keine Wünsche offen lässt, die Zutaten für ein ordentliches Frühstück besorgt, um sich frühestmöglich auf den Weg nach Epidaurus zu machen. Wir wollen frühzeitig dort ankommen, um den großen Besucherströmen zu entgehen. Gegen 9.00 Uhr trudeln wir auf dem dortigen riesigen Parkplatz ein, parken im Schatten und frühstücken zunächst in aller Ruhe, ehe wir die Besichtigung in Angriff nehmen.

Das Theater an sich ist schon beeindruckend, der Rest des Areals besteht halt aus alten Steinen, die mehr oder weniger lieblos restauriert werden.

 

Und siehe da: auch Epidaurus hat ein Stadion!

Nach einer relativ schnellen Besichtigung zieht es uns alle wieder an den Strand. Die Hausers möchten ihren letzten Abend noch in der Nähe des Wassers genießen. Wir haben und dafür einen schönen Strand am Kalamaki-Beach im Ort Palea Epidaurus herausgesucht. Der Ort ist schnell gefunden, nur den Strand können wir irgendwie nicht erreichen. Wir haben uns zunächst einen kleinen Strand in Hafennähe angesehen, aber hier stehen bleiben bzw. übernachten möchte keiner. Den gewünschten Strand können wir in der Ferne entdecken und so wird ein weiterer Anlauf unternommen, den Strand zu erreichen. Mittlerweile kennen uns ja bereits die Griechen in der örtlichen Taverna, als zwei blöde deutsche Womos zum zweiten und weil es schön ist zum dritten Mal an ihnen vorbeikriechen. Die Vorspeise konnte ich ja noch erkennen, die Hauptspeise allerdings nicht, aber dafür haben wir mal nett aus dem Auto gewunken. Da die Gässchen von Palea Epidaurus sehr eng sind und die vermeintliche Zufahrt zum Kalamaki-Beach durch einen Lkw verstellt ist, schlagen wir uns in Richtung Süden durch, da es in der Nähe von Methana schöne Plätzchen geben soll. Schnell noch Orangen gekauft und schon  rollen wir  also eine super ausgebaute Straße nach Methana entlang, von der man herrliche Ausblicke auf die Küste hat, aber Strände mit Zufahrten bleiben leider Mangelware. Bei Metamorfosi entdecken wir einen herrlichen Strand von oben, aber wieder scheitert das Erreichen zunächst an der fehlenden Zufahrt. Irgendwann stehen wir in Methana und entscheiden uns, umzukehren. Claudia von den Hausers wird langsam mürrisch und möchte endlich an einen schönen Strand. Wir entscheiden uns, nun voraus zu fahren und Christine übernimmt das Steuer und ich versuche anhand meine Landkarte die Strandzufahrt nach Metamorfosi zu entdecken. An einer schmalen Straße, die lediglich die Breite eines Pkw's hat, bleiben wir stehen, da wir hier die Strandzufahrt vermuten. Ein paar Schritte die Straße entlang bringt und auch nicht weiter und so wird kurzerhand eine telefonierende Griechin gefragt, die uns auch die Straße hinunterschickt. Hoffentlich stimmt diese Auskunft!!! Nach ein paar engen Kurven auf noch engerer Straße, in der uns zum Glück niemand entgegen kommt, sehen wir schon den Strand und sind glücklich, endlich angekommen zu sein. Der Strand von Metamorfosi ist etliche Hundert Meter lang und wir sind das erste Wohnmobil, dass den Weg dort hin findet.

Lediglich ein griechischer Wohnwagen steht schon vor Ort. Wir suchen uns also den schönsten Platz heraus und springen in die lange ersehnten Fluten. Nach kurzer Zeit im herrlichen Wasser erkennen wir eine Hundegang, die auf dem Platz nach dem Rechten sieht.

Wie sich später herausstellen sollte, handelt es sich um äußerst zutrauliche Hunde, die täglich von einer Engländerin gefüttert werden. Eine Hündin wird demnächst Mama, die andere hat bereits 4 Welpen, die allerdings sehr scheu sind.

Dies liegt daran, dass eines ihrer Geschwister vor kurzem überfahren wurde und gestorben ist. Unsere Kids sind von den Hunden sofort begeistert und auch unser Border Finn ist von der zukünftigen Mama sehr angetan - aber hier kommt er zu spät!
Die Hunde sind jedenfalls den ganzen Abend in der Nähe unserer Wohnmobile, auch wenn sich noch einige weitere Wohnmobilisten die enge Zufahrt heruntergetraut haben. Am Strand gibt es zudem eine Dusche, so dass einem schönen Abend nichts mehr entgegensteht. Bei leckerem Wein wird es wieder sehr spät und Claudia hat sich auch wieder beruhigt.

 

02.09.09: Metamorfosi - Korinth - Diakofto
Christine hat heute einen Morgenspaziergang mit Finn und weiteren 10 Hunden unternommen! Nach anschließendem ausgiebigem Frühstück helfen wir noch einem italienischen Wohnmobil, das sich im lockeren Kies eingegraben hat und dann geht's weiter Richtung Korinth. Für Yannick bedeutet dies die erste schmerzhafte Verabschiedung am heutigen Tag, da er einen der Streuner so sehr ins Herz geschlossen hat, dass er ihm bereits einen Namen gegeben hat.

Nach kurzer Besichtigung des Kanals von Korinth steht dann die große Verabschiedung von den Hausers auf dem Plan, da wir weiter nach Diakofto wollen, die Hausers aber auf schnellstem Wege nach Patras. Yannick ist so traurig, dass er weint und sich gar nicht weiter verabschiedet - so sehr hat er seine neuen Freunde (die Familie Hauser) in sein Herz geschlossen. Auch wir müssen eine kleine Träne verdrücken, versprechen aber, uns auf jeden Fall zuhause wieder zu sehen. So düsen wir dann auf der Autobahn weiter nach Diakofto, um dort am morgigen Tage mit der Zahnradbahn nach Kalavrita zu fahren. In Diakofto angekommen, finden wir den etwas außerhalb gelegenen Stellplatz sehr schnell - die Kinder springen auch sofort in die Fluten und kühlen sich ab.

Hier ist ausschließlich Kiesstrand, wie wir ihn vor zwei Jahren in Kalabrien kennengelernt haben. Die Kinder entdecken nach kurzer Zeit auch Seeigel im Meer, so dass man schon mit einer gewissen Vorsicht baden gehen muss. Ansonsten ist das Meer herrlich und es ist super, keinen Sand am Handtuch bzw. im Womo zu haben.

Michael macht sich so seine Gedanken über das nahe Ende des Urlaubs und schlägt vor, die für morgen vorgesehene Tour entfallen zu lassen und dafür noch einmal für zwei Tage nach Killini zu fahren. Nachdem sich auch die Kinder für die Planänderung ausgesprochen haben, stimmt Christine dem zähneknirschend zu, obwohl sie sich so sehr auf den Ausflug gefreut hat. Wir vereinbaren, bei unserem nächsten Peloponnes-Urlaub, die Schlucht gleich zu Beginn zu machen und erst anschließend die Strände anzufahren. Nach dem Abendessen und einem Spaziergang in die Stadt fallen alle müde ins Bett und wir verbringen eine herrlich ruhige Nacht an einem ziemlich aufgewühlten Meer. Langsam wird es nachts so kühl, dass man ohne Decke nicht mehr schlafen kann.  Außerdem fällt uns auf, dass die Handtücher trotz starken Windes nachts nicht mehr trocken werden.... Ob es sich hier um erste Anzeichen des nahen Herbstes handelt? 

 

03.09.09: Diakofto - Patras - Killini
Nach einem Spaziergang mit Finn geht es zeitig weiter. Die Kinder schlafen noch und nach einem kurzen Besuch in der örtlichen Bäckerei sind wir auch schon auf der Autobahn in Richtung Patras. Dort verlassen wir die Autobahn, um noch ein paar Vorräte für die letzten Tage in einem Supermarkt einzukaufen. Es ist 8.30 Uhr als wir in Patras angekommen sind und der Supermarkt hat noch geschlossen. Also wird gefrühstückt und anschließend das nötigste besorgt. Wenig später sind wir wieder auf der Autobahn und fahren gen Killini - den Weg kennen wir ja jetzt schon.  Bei allen ist eine gewisse Vorfreude zu spüren, als wir durch Kastro den Berg hinunterrollen. Dann der Schreck: der Stellplatz ist mehr als voll und wir zweifeln schon daran, dass es richtig war, hierher zu fahren. Es nützt aber nichts, schließlich haben wir uns hier mit einem Arbeitskollegen, der jährlich den Peloponnes bereist, verabredet. Wir stellen uns also in hinterste Reihe und nehmen erst mal eine Ortsbegehung vor. Und siehe da, unser wandelnder Reiseführer ist auch wieder hier und erzählt uns, dass ein ständiges Kommen und Gehen auf dem Platz herrscht und wir im Laufe des Tages sicherlich noch ein Plätzchen in erster Reihe bekommen werden.  Ansonsten ist alles wie immer, außer dass keine Italiener mehr da sind und weniger Griechen den Strand besuchen. Der Stellplatz ist eigentlich fest in deutsch-österreichischer Hand. Wir gehen zunächst also an den Strand und harren der Dinge, die da kommen werden. Und tatsächlich: nach kurzer Zeit wird ein Platz in Pole-Position frei und ruck-zuck stehen wird da, wo wir hin wollten. Wir können also weiter unbeschwert im Meer baden und haben dabei noch unser Womo im Blick. Wenig später fährt wieder ein uns bekanntes Wohnmobil auf den Platz und gesellt sich neben uns. Es ist ein Ehepaar mit Tochter aus Karlsdorf, das wir bereits in Gythio kennen gelernt hatten. So klein ist die Welt! Man sieht sich eben immer zwei Mal im Leben bzw. auf dem Peloponnes! Ein herzlichen Hallo und schon sind die Kids gemeinsam verschwunden! Der Grund ist klein, schwarz und hat vier Beine. Es handelt sich um ca. 5 Wochen alte Katzenbabys und ihre Mutter, die unbedingt gezeigt werden müssen. Die Katzenmama haben wir schon bei unserem ersten Aufenthalt gesehen, aber nicht weiter registriert, weil sie so extrem dünn war. Nun, da wir wissen, dass sie Babys hat, hat sie unser Tierschützerherz berührt und so schnell kann man gar nicht sehen, steht ein Schüsselchen mit Futter vor unserem Womo. Die Katzenmama ist natürlich auch gleich zur Stelle und erscheint nun regelmäßig morgens und abends zur Fütterung. Zwischendurch ist sie bei ihren Kleinen zum Säugen! Nachmittags erscheint dann auch noch unser Arbeitskollege und bei einem kühlen Bierchen werden die ersten Urlaubserlebnisse ausgetauscht. Abends sitzen wir noch lange zusammen, wenn es auch ziemlich windig und kühl ist. Erstmals in diesem Urlaub ziehe ich mir ein langärmliches Shirt an - und das will schon was heißen!

04.09.09: Kastro/Killini
Wir verbringen unseren letzten Tag gemeinsam mit unserem Kollegen Erwin und des Karlsdorfern Andi, Marina und Annalena   am Strand und den Abend vor unserem Wohnmobil bei einem guten Gläschen Wein. Nachmittags kaufen wir bei Vassili leckeres Olivenöl ein. Vassili ist ein Bauer aus Kastro, der täglich nachmittags zum Schwimmen an den Strand kommt. Bei ihm kann man das nach unserer Ansicht nach beste Olivenöl des Peloponnes kaufen. Wir hatten bereits bei unserem ersten Aufenthalt in Killini 1,5 l Olivenöl gekauft, das wir in nicht einmal drei Wochen fast komplett aufgebraucht haben! Also nehmen wir als Jahresration mal 5 Liter mit. Mal sehen, wie lange das hält. 

05.09.09: Killini - Patras - Fähre
Nach ausführlichem Frühstück geht es an eine traurige Aufgabe: das letztmalige Aufräumen von Tisch und Stühlen usw..
Irgendwie schiebt man diese Arbeit doch immer so lange wie möglich vor sich hin. Nach dem Aufräumen und Verstauen aller unserer Utensilien noch ein kurzer Sprung ins Meer, Abduschen am Strand und schon steht die letzte große Verabschiedung an. Gegen 12.00 Uhr begeben wir uns auf unsere letzte Etappe auf dem Peloponnes in Richtung Patras. Dort angekommen, kaufen wir noch einige Dinge im Lidl ein, die es bei uns nicht gibt (insbesondere Frappe und die leckeren süßen Sesam- und Nuss schnitten haben es uns angetan), und schon stehen wir im Hafen am Check-In und lösen unsere Tickets nach Ancona. Solche Momente gefallen mir überhaupt nicht. Ein letzter Frappe in einer Hafenkantina und schon fährt unsere Fähre ein.

Nach einer kurzen Durchsuchung unseres Womos durch den Sicherheitsdienst (gesucht wurden albanische Flüchtlinge) sind wir auch schon auf dem Parkdeck in guter Position, um Fahrtwind zu erhaschen.  Pünktlich läuft die Fähre aus und wehmütig sitzt man an Deck und sieht zurück....

06.09.09/07.09.09: Ancona - Cattolica - Samnaun
Nach einer stürmischen Nacht mit starkem Wellengang und Wind, der so stark geblasen hat, dass man die Fenster vom Womo schließen musste, laufen wir fast pünktlich in Ancona ein. Es dauert fast eine Stunde, bis wir von der Fähre kommen, aber dann geht es zügig auf die Autobahn. Nach wenigen Kilometern bereits der erste Stau. Da wir aber nur bis Rimini fahren wollen, um dort dann auf Abend zu essen und evtl. noch etwas shoppen zu gehen, stört uns das zunächst wenig. Im Stop-And-Go geht es bis Cattolica, dann wird es uns zu bunt und wir fahren von der Autobahn ab, um die SS16 bis nach Rimini zu nehmen. Aber auch hier geht nichts voran und wir fahren nach Cattolica rein, um dort etwas zu essen. Wir finden relativ schnell einen Parkplatz und eine Pizzeria. Die Pizza ist lecker und relativ günstig. Nach einem kurzen Stadtbummel mit entsprechender Versorgung der Kinder mit Eis geht es wieder auf die Autobahn, der Verkehr müsste sich ja mittlerweile entzerrt haben. Aber falsch gedacht, weiter geht es im Schneckentempo. Irgendwo nach Imola fahre ich dann auf einen Rastplatz, da ich müde bin. Wir legen uns ab und hoffen, dass sich der Verkehr in den nächsten Stunden auflöst. Als es 3 Uhr morgens ist, wache ich vom Lärm vorbeirauschender Lkw's auf. Also müsste ja die Autobahn frei befahrbar sein. Die Kinder und Christine schlafen noch und nach einer kurzen Morgentoilette geht's los. Tatsächlich ist die Autobahn frei und wir steuern flott nach Norden. In Bozen geht's wieder runter Richtung Meran und weiter zum Reschenpass. Pünktlich zum Frühstück kommen wir in Samnaun an, tanken erneut für günstige 79 Cent je Liter und frühstücken. Die Frauen gehen anschließen noch etwas Parfüm einkaufen, das hier rd. 25 % billiger ist als zuhause und ich mache noch ein kleines Nickerchen. Anschließend geht's weiter und nach kurzen Pausen nahe der Zugspitze
sowie in Garmisch-Partenkirchen kommen wir gegen 18.30 Uhr zuhause an. Die Heimat hat uns wieder! 

Fazit: nach rd. 3.200 gefahrenen Kilometern sind wir alle wohlbehalten wieder zuhause angekommen, es gab keine Unfälle und keine Krankheiten (von ein paar Kopfschmerzen aufgrund zu starken Retsina-Genusses abgesehen). Unsere Familie hat keinen weiteren vierbeinigen Zuwachs erhalten, was von vielen unserer Bekannten vorhergesagt wurde. Für Michael steht bereits jetzt schon fest, dass es 2010 wieder auf den Peloponnes gehen wird, auch Lena und Yannick sind seiner Meinung. Christine muss hiervon noch überzeugt werden und Laura möchte eigentlich auch lieber mal wieder nach Italien, aber das kann man ja zu Pfingsten erledigen.....

 

 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018