Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Donnerstag, 24.09.2020: 

Unsere letzte Nacht in Griechenland verlief sehr unruhig. Kurz nachdem wir eingeschlafen sind, begann es zu Donnern und Blitzen und bereits wenig später kam Starkregen dazu. So ein Gewitter haben wir in Griechenland noch nicht erlebt! Wir haben unser Aufstelldach geschlossen und das Gewitter beobachtet. Die Blitze waren teilweise so stark, dass es taghell wurde! Als der Regen nach einer halben Stunde nachgelassen hat, hat Laura wieder hier Dachzimmer bezogen und wir haben alle die restliche Nacht gut geschlafen.

 

Morgens dann das übliche Ritual, nur dass Christine beim Gassigang schauen musste, wo sie laufen konnte, da der ganze Platz unter Wasser stand. Bereits vor dem Frühstück machen wir uns  auf den Weg nach Patras, wo heute nachmittag unsere Fähre Richtung Bari ablegen wird. Unterwegs hielten wir noch einmal in Pirgos, wo wir eigentlich nur frisches Brots kaufen wollten. Aber Christine konnte wieder einmal nicht wiederstehen und hat noch ein paar leckere Teilchen mitgebracht….darunter auch das beste Bougatsa unserer diesjährigen Reise.

 

Zum Frühstücken fuhren wir nach Kyllini, wo wir sehen wollten, welche Schäden der Sturm angerichtet hat. Dort angekommen sind wir richtig erschrocken: der bereits vorher schon schmale Strand war regelrecht verschwunden, keine einziger Sonnenschirm stand mehr,  der Strandzugang von der Kantina hing in der Luft, da der Hang weggespült wurde, viele große Steine liegen im Meer. Zumindest die Kantina hat den Sturm offensichtlich schadlos überstanden! Dennoch bleibt viel zu tun, damit der Strand im nächsten Jahr wieder „normal“ genutzt werden kann.

 

Wir frühstücken trotzdem ein letztes Mal in der Sonne und mit Meerblick und verabschieden uns anschließend mit einem weinenden Auge von den herrlichen Stränden des Peloponnes. Unsere Fahrt führt uns nach Patras, wo wir auf dem von uns seit Jahren genutzten bewachten Parkplatz nähe des Hotels Adonis unseren Van abstellen. Die Frauen gehen in der Stadt ihrer Leidenschaft, dem Shoppen nach, ich warte mit Finni vor den Geschäften und gönne mir ein leckeres Eis. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Gassen der Innenstadt und gönnen uns einen letzten Frappe, ehe wir uns auf den Weg in den Hafen von Patras machen. Dort angekommen, checken wir ein und fahren auf das Hafengelände. Bei der Einfahrt wird das Fahrzeug von Grenzpolizisten inspiziert und wenig später stehen wir wieder einmal in erster Reihe vor unserer Fähre.

 

Beim Warten können wir beobachten, dass offensichtlich wieder einmal Flüchtlinge versuchen, sich unter Lkws zu hängen, um so nach Italien zu kommen. Nach dem Boarding können wir das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Flüchtlingen und Polizei aus erster Reihe verfolgen - wie im Krimi. Allerdings werden die Flüchtlinge von den Polizisten lediglich mit Hupen verjagt, keiner wird festgenommen. Schon ein seltsames Spiel, das dort getrieben wird.

 

Wir legen pünktlich ab und verbringen eine ruhige Nacht an Bord, denn das Meer ist wieder einmal spiegelglatt!

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 18.10.2020