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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Mittwoch, 05.09.2018:

Auch heute Nacht haben wir wieder äußerst gut geschlafen. Nach dem üblichen Morgenritual starten wir bereits gegen 9.30 Uhr unsere heutige Route, deren erster Stopp Durness mit seinem Balkneil Beach sowie der nahen Smoo Cave sein wird.

Wir fahren fast ständig auf Single-Track-Roads, die bergauf und bergab führen, so dass ein zügiges Weiterkommen nicht möglich ist. Dies ist aber auch nicht so schlimm, da die ständig wechselnde Landschaft mit hohen Bergen, steilen Klippen, herrlichen Sandstränden und traumhaften Täler ein rasches Reisen eh nicht zulassen, weil man ständig eine Haltbucht für eine Fotostopp suchen muss.

Nach unendlicher Gondelei kommen wir schließlich mittags am Balkneil Beach an und besichtigen die dortige Ruine der Balkneil Church aus dem 12. Jahrhundert, in der neben Überresten des berüchtigten Räubers und Mörders Donald MacLeod auch das Grab eines Wikingerfürsten zu finden ist. Der Balkneil Beach ist ein herrlicher und unendlich langer Sandstrand, auf dem sogar die Kühe eines angrenzenden Gutes sich die Beine vertreten dürfen.

Weiter ging es zur nahen Smoo Cave, einer Seeräuberhöhle, die vom Meer aus nicht zu entdecken ist, und in deren Inneren ein Wasserfall aus 21 Metern Höhe in die Tiefe stürzt. Da wir von Kultur und alten Steinen immer noch nicht genug haben, hat sich Christine einen alten Broch namens „Dun Dornaigil“ aus unserem Historic Scotland Führer ausgesucht. Hierfür müssen wir eine abenteuerliche 10 Meilen lange Holperstrecke – natürlich Single Track – befahren, die äußerst wenig genutzt wird. Dies erkennt man daran, dass sich in der Fahrbahnmitte bereits die Natur ihr Recht zurück erobert hat und die Passing Places alle zugewuchert und zugewachsen sind. Wir kommen uns vor wie in der Wilden Maus und kommen irgendwann auch an. Der sechs Meter hohe und über 2.000 Jahre alte Broch mit Blick auf den Ben Hope begeistert uns aber wenig, so dass wir nach wenigen Metern wieder die Rückfahrt auf gleicher Strecke bis Hope antreten.

Auf unserem weiteren Weg machen wir noch einen kurzen Halt am Farr Stone in Bettyhill. Der Stein mit piktischen Ornamenten soll aus dem 9. Jahrhundert stammen und unter nie geklärten Umständen hier hinterlassen worden sein. Abschluss des heutigen Tages bildet ein weiterer Streckenabschnitt nach Strathy Point, wo wir in der Nähe des Lighthouses mit Blick auf die Orkney Inseln unseren Übernachtungsplatz für heute finden. 

Pünktlich zum Abendessen fängt es an zu regnen, aber das stört uns wenig, denn für morgen ist wieder schönes Wetter vorhergesagt.

 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018