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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

donnerstag, 06.09.2018:

Regenprasseln auf das Autodach weckt uns heute zeitig. Es ist aber nur eine Wolke und wenig später scheint die Sonne und wir machen unsere Morgenrunde mit Finn zum Strathy Point Lighthouse. Angeblich kann man in der Bucht Delfine und Wale beobachten…wir sehen aber mal wieder keine.

Pünktlich wie immer fahren wir gegen 10.00 Uhr los, um bereits nach wenigen Kilometern den ersten Stopp in Reay einzulegen. Dort befindet sich das Strathy Cross Slab. Es handelt sich hierbei um einen Gedächtnisstein für einen Heiligen der Gegend, der hier zur Ruhe gebettet wurde. Angeblich bringt es Unglück, den Stein zu berühren. Wir tun dies natürlich nicht, machen aber ein paar schöne Aufnahmen des alten verwunschenen Friedhofs.

Weiter gings nach Dunnet Head und dem dortigen Lighthouse. Dunnet Head ist der nördlichste Punkt des britischen Festlands. Außer ein paar Möwen an der Steilküste und einer herrlichen Aussicht gibt es hier nichts zu sehen, so dass wir nach wenigen Minuten Aufenthalt wieder weiter ziehen.

In der größten Stadt der Nordküste, Thurso, füllen wir unsere Vorräte im Lidl auf, um für die nächsten Tage gerüstet zu sein. Weiter geht’s nach John o´Groats, einen komplett auf Touristen ausgelegten Ort, der der nördlichst gelegene Festlandsort Schottlands ist. Einzig erwähnenswert sind die herrliche Aussicht auf die Orkneys sowie ein Wegweiser mit den Entfernungen zu wichtigen Destinationen. Wir schießen ein paar Fotos, erstehen einen Magnetsticker und fahren weiter zum Duncansby Head mit natürlich einem Lighthouse. Dort parken wir allerdings nur, denn die eigentliche Attraktion vor Ort sind die Duncansby Stacks, zwei zerklüfteten Felsnadeln vor der dortigen Steilküste, in der im Frühjahr und Sommer tausende Vögel nisten. Da wir hierfür etwas spät dran sind, müssen wir uns mit einigen Möwen und einem frechen Raben begnügen. Allerdings werden wir mit etlichen Robben entschädigt, die auf den Felsplatten vor der Steilküste in der Nachmittagssonne dösen. Hierher müssen wir auf jeden Fall noch einmal kommen wenn die Vögel brüten, denn auch hier gibt es dann die putzigen Puffins zu bewundern, die um diese Jahreszeit leider schon wieder auf das Meer zurückgekehrt sind. Wir können uns kaum satt sehen, wandern aber dann doch wieder zurück zum Globi, denn langsam macht sich ein Hungergefühl breit. Wenige hundert Meter vom Parkplatz am Lighthouse haben wir einen Sandstrand mit Parkmöglichkeit entdeckt, wo wir unsere Teatime an diesem Nachmittag verbringen.

Wir wollen noch ein paar Meilen fahren und landen schließlich beim Castle Sinclair Girnigoe bei Wick. Das Castle aus dem 14. und 15. Jahrhundert besteht eigentlich aus zwei Burgruinen in zerklüfteter Felsenlage. In dieser einstigen Schutzfestung der Grafen von Caithness soll heute noch der Geist des Sohnes des 4. Grafen von Caithness spuken, der von seinem Vater hier zum Hungertod eingekerkert wurde. Es war schon eine beachtliche Burganlage, die hier auf der Felsküste errichtet wurde. Wir sind very impressed! Da wir morgen in der Pulteney Destillery in Wick endlich auch eine Führung machen wollen, schlagen wir auf dem ruhig gelegenen Besucherparkplatz unser Nachtlager auf. Wie fast jeden Abend fängt es auch heute wieder pünktlich zum Abendessen an zu Regnen und zu Stürmen. Wir schlafen dennoch sehr gut.

 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018