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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

August 2008 - Spanien

Und wieder ist es soweit, endlich Urlaub. Dieses Jahr ist alles anders. Zur Erinnerung. Letztes Jahr waren wir in Italien viel unterwegs und wenig auf Campingplätzen, d.h. den Kindern war das etwas langweilig, weil sie keine Kontakte knüpfen konnten. Dieses Jahr wollten wir uns mal für zwei Wochen auf den Campingplatz stellen und wenn wir das schon machen, dann auch richtig. Also nach Spanien an die Costa Dorada in der Nähe von Barcelona. Ziel war der Campingplatz Playa Bara, ein 5*** Campingplatz der keine Wünsche offen lies.

Was auch neu war, dieses Jahr haben wir unseren Hund Border Collie Finn zum ersten Mal dabei. Allerdings machte uns die Fahrt keine Sorgen, da Finn sehr gerne Womo fährt. Sitzt immer wie der Chef zwischen unseren beiden Fahrersitzen und geniesst die Fahrt.

 

Los ging es nach dem Fußball von Yannick in Richtung Schwieberdingen bei Stuttgart um meine gute Freundin Bianca zu besuchen. Nach dem wir nachts um 23 Uhr endlich angekommen waren haben wir sie noch beim Gassi gehen getroffen und gleich mal noch bei Ihr und Micha ein Pläuschen gehalten und uns zum Frühstück verabredet. Am nächsten Morgen haben wir alle zusammengesessen und gefrühstückt und noch eine ausgiebige Runde mit den Hunden gedreht, bevor es weiter auf große Fahrt geht. Gegen 10 Uhr sind wird dann endgültig los und ab auf die Autobahn Richtung Mühlhausen. Kurz hinter Freiburg haben wir nochmals Rast gemacht auf einer schönen Wiese und Brotzeit gemacht. Finn wollte auch noch etwas toben was er dann auf der Wiese auch machen konnte.

 

Als wird die Grenze zu Frankreich passierten, ertönt es plötzlich hinten im Wohnmobil „Viva la France". Da fanden wir das ganze noch lustig, nach ca. 70 km nicht mehr, denn dann wollte unser Navi kein Französisch mehr sprechen und klinkte sich mal eben aus, was sie dann auch nicht in ganz Frankreich änderte und sich erst wieder in Spanien einschaltete. Also wir instinktiv weitergefahren, mal ne kurze Ehrenrunde auf der Autobahn gemacht und dann anstelle der Rue National die Departmentstraße gefahren, aber egal nach dem 100 Kreisverkehr macht einem die Straße nichts mehr aus und genießt die Aussicht. Die herrlichen Täler und kleinen Ortschaften.

Langsam wurde es dann auch dunkel und wir dachten wir können durchfahren, aber irgendwann überkam uns dann doch die Müdigkeit und wir beschlossen anzuhalten und zu schlafen. In einer kleinen Ortschaft fanden wir dann auch etwas abseits einen LkW-Parkplatz wo wir ungestört  und ruhig stehen konnten. Hier hielten wir es bis ca. 4 Uhr morgens aus. Ich habe dann eine kleine Runde mit Finn gedreht, während Micha das Womo startklar machte. Wir wollten so weit wie möglich kommen, solange die Kinder schliefen.  Weiter Richtung Millau. Hier wollten wir nicht über die Brücke fahren, da ja wie bereits im Italienbericht erwähnt, manche an Höhenangst leiden sondern unten durch das Tal fahren und in Millau tanken.  Übrigens ist das eine schöne Ortschaft und werden wir beim nächsten Mal auch etwas genauer ansehen. Auch hier hatte ich übrigens einen kleinen  Zwischenfall an der Tankstelle. Scheinbar hatte ich noch nicht gemerkt, in welchem Land wir uns befinden, auf jeden Fall meinte ich beim bezahlen, das Danke in Frankreich „Grazie" heißt, der Typ in der Tankstelle ist auf jeden Fall fast zusammengebrochen vor Lachen und ich konnte auch fast nicht mehr vor Lachen. Und da meinen alle, die Franzosen sind unfreundlich zu uns Deutschen...Bisher kann ich das nicht bestätigen.

 

Gegen späten Mittag hatten wir es dann geschafft. Spanien hat uns endlich!! Es war verdammt warm und als ich dann bei Barcelona über die 5-spurige Autobahn gefahren bin kam ich so richtig ins schwitzen. Starker Verkehr, schwül warm und ein Hund der plötzlich dringend aufs Klo musste. Das war fast zuviel des guten, aber egal auch das habe ich geschafft. Gegen 16 Uhr waren wir dann endlich am Campingplatz angekommen. Einchecken und uns erst mal ein schönes Plätzchen suchen, gebucht hatten wir ja bereits im voraus, aber den Platz konnten wir uns dennoch aussuchen. Wir hatten uns dann auch schnell entschieden. In der Nähe eines Waschhauses war ein schöner Platz und gegenüber war auch eine 5-köpfige Familie mit 3 Hunden, was natürlich für unseren Womanizer Finn ein Paradies war. Also schnell Womo geholt und die Campingstühle ausgepackt.

 

Die Kids haben sich dann auch gleich verdünnisiert und haben die Poolanlage gecheckt. Die war natürlich nicht zu toppen. Eigentlich hatte man den Eindruck, man wäre in einem 5*-Clubhotel, so super war alles angelegt. Unsere Nachbarn waren natürlich auch gleich hilfsbereit und haben uns geholfen und sich angeregt mit uns unterhalten. Das wurde eine richtige lustige Woche und als die heimfuhren wurde es uns richtig langweilig...aber dazu später mehr.

 

Zum Strand mussten wir schon ein Stückchen laufen, aber der Hund will ja bewegt werden, allerdings waren Hunde am Strand verboten, es gab nicht mal einen richtigen Hundestrand. Somit musste Finn beim Womo bleiben und bewachen. Früh morgens bin ich dann immer mit ihm am Strand spazierengegangen und hab ihn auch mal schwimmen lassen, was ich dann natürlich schnell unterlassen haben, als mich die Polizei erwischt hat und ich einen Einlauf bekommen habe. Peinlich, diese kriminellen Energien....

 

Abends war richtig was los an der Strandpromenade, Cafes und Stände, wo man Taschen und vieles mehr kaufen konnte. Ausserdem gab es einen Weg direkt an der Küste entlang bis zu einem kleinen Fischerdorf mit Burg, wo man auch gut essen gehen konnte. Der Campingplatz bot auch jeden Tag Animation und hatte verschiedene Restaurants  wo wir auch zu meinem Geburtstag gut schlemmen waren, allerdings waren die Portionen so riesig, das wir 2x davon essen hätten können. Natürlich haben wir auch immer regen Kontakt mit der Familie Kessler gehalten was den Aufenthalt im Playa Bara richtig schön machte, doch als diese dann die Rückfahrt antraten war es plötzlich richtig ruhig bei uns und irgendwie konnte uns dann die Animation auch nicht mehr so richtig begeistern. Also tagte mal wieder der Familienrat und so entschieden wir, das wir nicht mehr weiter runter an der Küste entlang fahren sondern wieder Richtung Frankreich an die Costa Brava. Gesagt getan, zusammengepackt und los ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück.

 

Gegen Mittag sind wir dann auf dem Campingplatz „Cala Gogo" an der Costa Brava angekommen. Auch hier hatten wir alles was das Camperherz will. Einen Pool, zwar nicht so toll wie im Playa Bara, aber zum schwimmen tauglich, dafür eine wunderschöne Bucht mit eigenem Zubringertraktor. Somit mussten wir die Strecke zum Strand nicht laufen.

 

Wir hatten hier auch die Möglichkeit, in ca. 20 Minuten in der Innenstadt zu sein, was wir dann auch rege nutzten, mal zum shoppen, mal zum Essen gehen oder zur Abwechslung mal zum shoppen und Essen gehen. Hier haben wir es dann noch die zweite Woche gut ausgehalten und sind dann völlig entspannt wieder nach Hause gefahren.

 

Die Rückreise war allerdings nicht so entspannt, da wir von vielen Seiten Horrorgeschichten über Frankreich und speziell Überfälle bei Campern an Raststätten gehört hatten. Fakt ist, wir wollten keinesfalls in Frankreich übernachten. Also sind wir die Nacht bis Freiburg durchgefahren um dann dort auf dem Stellplatz zu übernachten. Die Fahrt bis dahin war alles andere als ruhig, da sich ein Unwetter zusammengebraut hatte und uns dieses bis Deutschland verfolgte, d.h. starker Regen, starker Wind und Gewitter. Kein Spaß auf der Autobahn.

 

Dafür war der Stellplatz in Freiburg sehr schön und wie sich herausstellte waren die Betreiber ehemalige Hofer. So klein ist die Welt....

 

Für die Heimreise hatten wir auch einen Zwischenstopp bei unseren Bekannten, den Kesslers, eingeplant. Das Wiedersehen war natürlich entsprechend euphorisch, wir hatten uns immerhin eine Woche lang nicht gesehen.....

 

Abends sind wir alle auf das schützenfest und haben zünftig angestoßen und bis spät in die Nacht zusammengesessen. Am nächsten Morgen noch gemütlich miteinander gefrühstückt, bis wir dann endlich weiterfuhren. Die restliche Strecke war dann nicht mehr schlimm und gegen 19 Uhr hatte uns die Heimat wieder.

 

Das Resümee dieser Fahrt war: Spanien ist schön und sauber, allerdings nicht Hundefreundlich. Und zwei Wochen nur am Campingplatz ist auch nichts für uns, dafür haben wir eindeutig zu viele Hummeln im Hintern. Der nächste Urlaub wird definitiv wieder abwechslungsreicher. Ob es nochmals Spanien sein wird - keine Ahnung, wohl eher nicht.... Da schwebt uns eher Griechenland vor. Aber weiß wo es uns hinverschlägt

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018