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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

sonntag, 26.08.2018:

 

Die Nacht endet früh für uns. Genauer gesagt um 2.30 Uhr klingelt Michas Wecker. Also quälen wir uns aus dem Bett und machen uns fertig. Wir wollen rechtzeitig am Fährterminal zum Einchecken sein. Man weiß ja nie, was alles noch so kommt. Wir fahren für unsere Verhältnisse überpünktlich los und sind gegen 3.30 Uhr am Fährterminal. Ein nette kleine Französin erwartet uns schon und sieht sich unsere Papiere an. Als wir schon denken, das geht ja heute fix, verzieht sie das Gesicht und meint, wir hätten ein kleines Problem. Wir dürften mit unserem Hund nicht in England einreisen, weil die Wurmkur noch keine 24 Stunden alt sei. Was sie nicht weiß, dass das aber schon den Tatsachen entspricht, nur der Tierarzt anstelle 24.8. den 25.8. eingetragen hat und somit die vollen 24 Stunden erst um 10 Uhr Sonntag morgen erfüllt wäre. Wir sollen dies doch bitte im Büro klären. Also fahren wir unverrichteter Dinge zum Büro. 

 

Hier erwartet mich ein netter älterer Franzose, der sich ebenfalls die Papiere ansieht. Ich versuche ihm die Sachlage zu erklären und frage ihn, ob wir nicht einfach das Datum ausbessern können. Zur Antwort bekomme ich ein klares NO und "we can't do bad things". Ob ich nicht den Tierarzt jetzt anrufen könne, damit er mir das bestätigen könne. Hier kann ich nur ein klares NO sagen, da es ja schließlich mitten in der Nacht sei. 

 

Also bliebe uns nichts anderes übrig, als die Fähre auf 10 Uhr umzubuchen, was der nette Herr auch sogleich macht.  Wir können also nochmals zu unserem Stellplatz fahren, da wir ja nun massig Zeit haben und erst gegen 8 Uhr einchecken müssen. 

 

Wir fahren also wieder zu unserem Schlafplatz und schlafen für weitere zwei Stunden. Als gegen 6.30 Uhr der Wecker klingelt, stehen wir wieder auf. So lange Micha das Frühstück zubereitet, machen Finni und ich unsere Morgenrunde. Nach dieser Stärkung machen wir uns zum zweiten Mal auf den Weg und fahren gegen 7.40 Uhr am Fährterminal zum Einchecken ein .

 

Gleicher Schalter, neuer Mitarbeiter. Ein jüngerer Franzose sieht sich nun unsere Papiere an und gibt uns auch den Scanner für den Hundechip, als er bemerkt, wir haben ein Problem. So langsam komme ich mir tatsächlich wie im Raumschiff vor "Houston, wir haben ein Problem". Der Impfschutz wäre erst um 11 Uhr wirksam und wir können erst um 12 Uhr mit der Fähre fahren, bzw. müssten wir das im Büro klären. Ich erkläre ihm darauf, das ich bereits heute um 4 Uhr im Büro war und wir bereits umgebucht wurden. Er rechnet nochmals nach und sagt dann okay. 

 

Wir erhalten unsere Papiere und können zur Zollkontrolle weiterfahren. Hier werden uns neue Dinge auf einfache Weise klar....

 

Merket auf, wer böse Sachen im Schilde führt und ggf. irgendwelche Anschläge plant sollte in keinem Fall der Fahrer sein. Denn ausschließlich die werden kontrolliert. Der Beifahrer hat quasi Narrenfreiheit und kann alles mögliche einschmuggeln. Auch der kleine Blick in den Kofferraum eröffnet keine neuen Horizonte, es sei denn, man hat den Röntgenblick .... Ja ja so einfach ist das wer böses will....

 

Wir stehen dann gegen 8.30 Uhr pünktlich in unserer Startbahn 35 und warten, bis die Fähre bereit für uns ist. 

 

Die Überfahrt gestaltet sich einfach und unproblematisch. England erwartet uns mit bedecktem Himmel und Micha macht sich hervorragend im Linksverkehr. Trotzdem ist es komisch, auf dieser Seite zu fahren und die Kreisverkehre haben es am Anfang auch in sich, aber Micha fährt wie ein Profi. 

 

Kurz vor London haben wir dann auch britisches Wetter. Es beginnt zu regnen und hört auch so schnell nicht mehr auf. Finni und ich machen unsere erste Gassirunde auf der Insel bei strömendem Regen und frischem Wind.... Na ja ich will mich nicht beschweren, ich wollte ja auf die Insel....

 

Gegen 18.30 Uhr passieren wir die imaginäre schottische Grenze und sind endlich in Schottland angekommen. Hier ist unser erstes Ziel da Caerlaverock Castle. Hier stehen wir kostenlos mit Blick auf das Castle und lassen den Abend erschöpft ausklingen. Wir schaffen es nicht einmal mehr, unseren Whisky zu trinken und essen nur einen Happen nach der Gassirunde und fallen relativ früh ins Bett.

 

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018