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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

31.12.2010 - 02.01.2011: Garmisch-Partenkirchen

Freitag, 31.12.2010

Seit längerem schon wollten Michael und Yannick einmal ein Skispringen live vor Ort ansehen und da wir ja jetzt ein winterfestes Wohnmobil haben, können wir es in diesem Jahr erstmals auch tun. Die Eintrittskarten wurden schon vor einigen Wochen im Internet bestellt und als Stellplatz kommt auch nur der offizielle an der Wankbahn in Frage, den wir ja schon öfters besucht hatten. Also ging es Freitag früh nach dem Frühstück los, das Womo schnell mit den notwendigen Sachen bepackt, Wasser und Diesel getankt und ab auf die Autobahn. Wir kommen schnell voran, da kaum Verkehr ist – so müsste es immer sein, wenn wir Richtung Süden fahren…J Das Wetter ist leider nicht  besonders, viel Nebel und keine Sonne. Ich mache noch ein paar Witze, dass in Garmisch die Sonne scheint, wenn wir dort ankommen, aber keiner findet das lustig. Doch als wir die letzten Kilometer nach Oberau in Richtung GAP zusteuern reist die Nebeldecke auf und in Garmisch-Partenkirchen ist schönstes Winterwetter! Was uns allerdings auffällt ist, dass hier in den Bergen wesentlich weniger Schnee liegt als bei uns in Oberfranken. Teilweise schaut sogar das Gras zwischen dem Schnee hervor! Schnell auf dem Stellplatz einen der letzten freien Plätze ergattert, Strom angesteckt und dem Sylvesterabend in Garmisch steht nichts mehr im Wege. Nach einem Kaffee geht Christine noch mal mit Finn Gassi, die Kinder schauen einen Film und ich erhole mich von der strapaziösen Anreise im Heckbett. Da wir für abends einen Tisch im Mohrenplatz reserviert hatten, ist aber kurze Zeit später schon wieder Stress angesagt: Einchecken, für den Sylvesterabend ausgehfertig machen und einen der letzten Busse Richtung Innenstadt nehmen. Überpünktlich sind wir in unserem Restaurant, speißen gut und ausgiebig zu abend, ehe wir wieder zurück zur Wankbahn laufen müssen, da wir den Bus zurück verpasst haben. Die Stunden bis Mitternacht vertreiben wir uns mit Kartenspielen (auf das vorher versprochene Monopoly hatte von den Erwachsenen keiner Lust, was sich morgen als Glücksfall erweisen sollte J), ehe wir von den ersten Sylvesterknallern aufgeschreckt schon gegen 23.45 Uhr das Womo verlassen, um das Treiben zu beobachten. Von der Wankbahn aus hat man einen herrlichen Blick über nahezu ganz Garmisch-Partenkirchen und die Berge. Viele können es nicht abwarten und lassen bereits jetzt ihre Raketen steigen. Ein schöner Anblick. Als es dann 0.00 Uhr wird, gibt es kein Halten mehr: im ganzen Ort, aber auch auf den Berghängen und dem Zugspitzgipfel steigen die Raketen und Dank einer klaren Nacht, kann man alles perfekt sehen. Alleine schon dieser Anblick war die Reise nach Garmisch wert! Auch wir lassen unsere Raketen steigen, gehen aber gegen 0.30 Uhr wieder zum Womo zurück, da unser Finn bestimmt wegen der lauten Knallerei Angst hat. Da wir ziemlich müde sind, geht es kurze Zeit später ins Bett und alle schlafen schnell ein.

Samstag, 01.01.2011

Pünktlich gegen 8.00 Uhr meldet sich unser natürlicher Wecker Finn zu Wort und müsste mal kurz vor die Türe. Also erbarme ich mich, schnappe mir meinen Fotoapparat und gehe mit Finn eine kleine Runde den Berg hoch. Herrlichstes Fotowetter: Sonnenschein und klare Luft erwarten uns. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir wieder zurück und können frische Brötchen zum Frühstück genießen. Nach einem gemütlichen Vormittag im Womo fahren Yannick und ich um 12.10 Uhr mit einem Sonderbus direkt bis ins Skistadion von Partenkirchen und suchen uns dort einen guten Platz, um das Skispringen verfolgen zu können. Nach dem Probedurchgang genehmigen wir uns eine leckere Bratwurst, um für das eigentliche Springen gewappnet zu sein. Ist schon Wahnsinn, wie sich die Skispringer den Berg hinunterstürzen. Leider zieht sich der Wettkampf aufgrund aufkommenden Windes in die Länge und wird schließlich nach dem 1. Durchgang abgebrochen. Aber nach einem schweren Sturz eines Finnen und mehreren fast-Stürzen anderer Topspringer war das die richtige Entscheidung. Wir konnten wenigstens noch ein paar Springer und Promis fotografieren und machen uns anschließend wieder mit dem Bus auf den Rückweg. Am Womo angekommen, wird sich erst mal mit warmen Kinderpunsch und Kaffee aufgewärmt, ehe wir zu Abend essen. Anschließend noch ein kurzer Spaziergang mit Finn und der lange ersehnte Monopoly-Abend steht an. Die Kinder freuen sich, Christine ist schon vorher genervt, da sie immer verliert. Nach normalem Beginn zieht Christine ein immer längeres Gesicht und ich erkläre, dass wir um 23.00 Uhr mit dem Spielen aufhören, da es doch ein anstrengender Tag war. Als ich aber dann schließlich die Schlossallee und die die Parkstraße mit jeweils 4 Häusern mein eigen nennen konnte, war das Spiel schneller beendet als gedacht. Als erstes war Christine pleite und musste all ihre Straßen an mich abtreten (ihre Stimmung war entsprechend), nächster war einige Runden später Yannick, der sich bis dahin wacker geschlagen hatte (auch er war beleidigt und verzog sich heulend in den Alkoven), einzig Lena, die als letztes daran glauben musste, hatte trotz Pleite ein Lachen übrig. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass ich als „Undefeated Champion Of Monopoly" auch im Jahr 2011 meinem Ruf gerecht werden konnte. Einziges Manko am Sieg war die schlechte Laune der meisten Verlierer - aber hierzu muss ich sagen: es ist halt nun mal Sinn des Spieles, alle Mitspieler Pleite zu machen und dazu gehört meiner Meinung nach auch ein gewisses Sprüche klopfen...:-))) Glücklicherweise haben wir Monopoly nicht an Sylvester gespielt, sonst hätten wir getrennt das Sylvesterfeuerwerk betrachtet....

Wie von mir vorhergesagt, ging es also gegen 23.00 Uhr ins Bett, wobei mir noch einige Songs durch den Kopf gingen. U.a. waren dies Money, Money, Money....., The Winner Takes It All und I Am A Looser. :-)))))))))

Sonntag, 02.01.2011

 Nach dem obligatorischen Morgenspaziergang mit Finn und einem ausgiebigen Frühstück verlassen wir unseren Stellplatz an der Wankbahn gegen 10.00 Uhr bei Schneefall. Schnell noch getankt und auf geht’s Richtung Norden. In München dann der erste Stau an der Baustelle am Sendlinger Tor. Im Radio dann die nächste Horrormeldung: zwischen Neufahrn und Allershausen 20 km Stau! Hier mussten wir aber durch. Also weiter durch München auf die A9 und zähfließender Verkehr kündigt bereits in Freimann den Stau an. Schnell auf der Landkarte nachgesehen und eine schöne Nebenstrecke gefunden, die parallel zur Autobahn verläuft. Rechtzeitig zum Staubeginn in Neufahrn runter von der Autobahn und auf die Bundesstraße Richtung Freising und Mainburg, ehe es dort dann wieder auf die A93 geht. Stressfrei geht es somit der Heimat entgegen und den Stau haben wir clever umfahren. Nachmittags gegen 15.00 Uhr kommen wir wieder zuhause an, räumen das Womo aus und wünschen unseren Katzen ein frohes neues Jahr.

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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018