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Familie Frey-Strobel
Familie Frey-Strobel

Donnerstag, 9. August

Ein Reisetag steht an. Da wir aber nicht auf der Flucht sind, wird alles gelassen erledigt. Auch unser kleines Katerchen schaut noch einmal vorbei und bringt sich in Erinnerung. Alle schmusen ihn noch einmal und dann verabschieden wir uns – zunächst einmal – von ihm. Nein Lulle, keine Angst, wir haben ihn nicht mitgenommen, auch wenn es uns sehr schwer gefallen ist.

 

Unsere heutige Route:




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Nach dem Auschecken schauen wir noch im Kipa vorbei und füllen unsere Vorräte nach. Gegen 12.00 Uhr verlassen wir Kusadasi. Wir wählen nicht die Route über Aydin, sondern die Landstraße D525 über den Bafa Gölü durch das Hinterland – landschaftlich sehr schön.

 

Nach Milas stellt sich jedoch heraus, dass dies die falsche Entscheidung war. Plötzlich geht die Landstraße kilometerlang in eine Schotterpiste über – eine endlose Baustelle reiht sich an die nächste. Dann geht’s auch die Berge hoch und unser Womo kommt ganz schön ins schnaufen. Als wir dann endlich nach Yatagan wieder auf die D550 sind wir erleichtert, endlich wieder eine super ausgebaute Straße. Kurz vor Gökova geht es dann 10km bergab mit einem Gefälle von 10 %! Derartige Serpentinen hätte ich in der Türkei nicht vermutet. Allerdings ist die Straße besser ausgebaut als viele Bergstraßen in Deutschland oder Österreich.

 

Bei Gökova haben wir uns einen Kiter-Strand als Übernachtungsplatz ausgesucht. Die Anfahrt über eine staubige Holperpiste über rd. 2km war schon kein Vergnügen, aber als wir dann endlich angekommen sind, winkt der Parkplatzwächter schon von weitem ab: alles voll! Umkehren war nicht möglich, so dass ich etwa die Hälfte des Weges im Rückwärtsgang zurücklegen musste, bis die Piste endlich so breit war, dass ich wenden konnte. Was tun? Landkarte und Schulz-Bibel gewälzt und zum Entschluss gekommen, den nächsten See anzufahren: Köycegiz Golü, ein ehemals zum Meer gehörender aber mittlerweile verlandeter See. Dort finden wir bestimmt ein windiges Plätzchen, damit die Nacht erträglich wird.

 

Nach kurzer Zeit kommen wir zur Ausfahrt und biegen zum See ab. Auf der Fahrt durch etliche Dörfer halten wir an einem Verkaufstand eines örtlichen Bauern an und wollen endlich frische Orangen kaufen. Christine steigt aus und kommt wenig später zurück – wir sollen mitkommen. Es gibt frisch gepressten Orangensaft mit eiskaltem Saft von Granatäpfeln gemischt – superlecker! Wir kaufen zwei Säcke Orangen und fahren weiter zum See. Dort angekommen, finden wir ein paar schöne Aussichtspunkte oberhalb des Sees, aber an den See direkt kommt man nicht. Von windigen Plätzchen keine Spur – alle in der Sonne. Also wieder die Unterlagen gewälzt und zum Entschluss gekommen, in Fethyie auf einen Campingplatz zu fahren – es wird auch langsam dunkel.

 

Wir suchen uns den Doga-Camping aus, der bereits im Schulz angepriesen wird. Vorher noch in einer Lokanta eingekehrt und leckere Köfte gegessen und gegen 19.30 Uhr sind wir am CP und werden von einer netten 75jährigen Deutschen in Empfang genommen, die den türkischen Besitzern behilflich ist, da diese nur türkisch sprechen. Wir parken ein, haben ein Plätzchen gleich am Strand und fühlen uns gleich superwohl. Ein kühles Efes noch am Strand und ich falle gegen 21.30 Uhr hundemüde ins Bett. Von der Familie Rost erhalten wir noch eine Mail, dass sie in der Saklikent-Schlucht angekommen und sich dort direkt am Fluss eingerichtet haben. Morgen werden sie dort voraussichtlich in die Schlucht wandern. Wir haben uns noch nicht entschieden, wie es morgen weiter geht.

Bafa Gölü
überall wird fleißig an der Verbreiterung der Straße gebaut
die Landstraße geht als Schotterpiste weiter
die Bucht von Gökova
am Köycegiz Gölü
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© Michael Strobel und Christine Frey zuletzt aktualisiert am 23.09.2018